Seit mehr 38 Jahren arbeite ich als Massage- und Körpertherapeutin.
Ich bin die Gründerin der Psychoaktive Massage nach GMK® und bilde in Basis- und Fortbildungsseminaren Menschen aus unterschiedlichen Branchen darin aus. Darüber hinaus bin ich Autorin und Dozentin sowie Mitglied der Forschungsgruppe „Therapeutische Berührung“.
In den letzten Jahren habe ich mich auf traumasensible Berührung spezialisiert.
Es gibt zwei zentrale Fragestellungen, die mich schon als junge Frau geprägt haben: Zum einen „Was ist unter der Haut?“ und zum anderen „Was bedeutet Menschsein?“.
Nach mehr als 40 Berufsjahren im körpertherapeutischen Kontext durfte ich umfangreiche Erfahrungen sammeln und auf die Frage „Was ist unter der Haut?“ eine Vielzahl klarer, wissenschaftlich belegbarer Antworten finden. Diese Antworten beruhen auf biologischen und neurobiologischen Erkenntnissen und auf dem Begreifen, dass sie auch die leibliche, seelische und geistige Existenz des Menschen offenbart.
Die Frage „Was ist Menschsein?“ eröffnet einen nahezu grenzenlosen Erfahrungsraum, in dem vielfältige Lebensentwürfe auftauchen, deren Konstruktionen oft eine bemerkenswerte Intelligenz erfordern. Es beeindruckt und berührt mich, welche Möglichkeiten der Mensch entwickelt, zu überleben, zu bestehen und idealerweise in seinen Konstruktionen mit der eigenen Wesentlichkeit in Kontakt zu bleiben.
Oft beobachte ich, dass diese Konstrukte sich vom wesentlichen Entfaltungswunsch der individuellen Wesensart entfernen und der Mensch in eine Schieflage gerät. Überforderung und Unzufriedenheit fördern die Sinnfrage nach dem Zweck des eigenen Tuns und Wirkens. Daraus resultierende psychische Belastungen können zu vermeidendem oder angepasst wirkendem Verhalten führen.
Diese Erkenntnisse und das Verständnis dafür, wie innere Prozesse mit äußerem Ausdruck interagieren, flossen zunehmend in mein Massagehandwerk ein. Daraus entwickelte sich die Psychoaktive Massage, deren wissenschaftlich belegte positive Wirksamkeit die Grundlage meiner Praxis bildet.
Die größten Lehrmeister sind die Menschen in meinem Leben. Schon sehr früh entwickelte ich eine ungewöhnlich feine Wahrnehmung, die nicht nur fühlt, sondern auch erkennt. Schwingungen, Brüche, Unstimmigkeiten, in Räumen, in Menschen und in mir selbst, das alles nehme ich wahr – ich nenne es eine körperlich-seelische Intelligenz.
Ich lese zwischen den Zeilen und spüre was nicht gesagt wird. Manchmal trage ich, was andere nicht halten können - eine zeitlang, aus Treue zum Menschsein. Ich bin aufrecht, still, selbstverantwortlich. Ich suche keine Macht, nicht Bewunderung, nicht Verschmelzung. Ich suche immer die Wesentlichkeit.
Ich kann radikal ehrlich sein mit mir, auch wenn es schmerzt. Ich romantisiere nicht. Ich dramatisiere nicht. Ich bleibe in meinem Körper, selbst wenn Stürme mich für Momente aus meiner Mitte zerren. Ich bleibe bei mir, auch wenn es still wird.